Schätze

Das romanische Vortragekreuz („Einwandererkreuz“)

Das aus dem 12. Jahrhundert stammende Prozessionskreuz gilt als das älteste erhaltene Kunstobjekt der Siebenbürger Sachsen. Es besteht aus einem Holzkern, der mit getriebenen Kupferplatten beschlagen ist und im Laufe der Jahrhunderte eine grünliche Patina angesetzt hat. Die Enden der Kreuzarme sind dreilappig geformt und mit blauen Halbedelsteinen besetzt. In der Mitte zeigt es eine reliefartige Christusdarstellung im romanischen Stil, deren Formensprache sowohl venezianische als auch byzantinische Einflüsse aufweist.

Das rund 50 cm hohe Kreuz wurde vermutlich von den ersten Siedlern um 1200 mitgebracht. Nachdem es im Jahr 2016 gestohlen wurde, konnte es 2021 durch die Zusammenarbeit rumänischer Behörden mit internationalen Datenbanken unversehrt sichergestellt werden. Heute wird das Original aus Sicherheitsgründen nur zu besonderen Anlässen oder im Rahmen von fachkundigen Führungen durch den Glöckner und Museumsführer gezeigt. Als zentrales Identitätssymbol verbindet es die heutige Gemeinde mit ihren Ursprüngen und versinnbildlicht die Gegenwart Christi auf allen Wegen.