Altäre

Neugotischer Altar aus Heltau

Der heutige Hauptaltar wurde im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil geschaffen. Er greift mittelalterliche Formen auf und verbindet sie mit der Bildsprache seiner Zeit. Charakteristisch sind die vertikale Gliederung und die architektonische Rahmung der zentralen Darstellung. Der Altar prägt bis heute den liturgischen Mittelpunkt des Kirchenschiffs.

Altar aus Braller (Bruiu)

Der Flügelaltar aus Braller stammt aus dem späten Mittelalter und wurde nach Heltau überführt, um ihn vor Verfall zu bewahren. Er zeigt typische ikonographische Darstellungen der Marien- und Heiligenverehrung vor der Reformation. Stilistisch weist er Merkmale der siebenbürgischen Spätgotik auf. Als Zeugnis vorreformatorischer Frömmigkeit ergänzt er die Ausstattung der Kirche.

Altar aus Wassid (Veseud)

Der Altar aus Wassid gehört ebenfalls in die spätgotische Tradition. Seine Bildtafeln zeigen Szenen aus dem Leben Christi und der Heiligen, ausgeführt in leuchtenden Farben. Die geschnitzten Figuren und ornamental gestalteten Rahmen verweisen auf Werkstätten des 15. Jahrhunderts. In Heltau steht er exemplarisch für die reiche Altarkultur der Region.

Altar aus Werd (Värd)

Der Altar aus Werd ist ein weiteres bedeutendes Kunstwerk der siebenbürgischen Gotik. Er zeichnet sich durch fein gearbeitete Figuren und eine klare ikonographische Ordnung aus. Ursprünglich für eine Dorfkirche geschaffen, fand er später in Heltau einen neuen Aufbewahrungsort. Seine Erhaltung trägt zur Sammlung bedeutender mittelalterlicher Sakralkunst in der Walburgakirche bei.

Alter Heltauer Altar

Vor der Reformation besaß Heltau einen prächtigen gotischen Flügelaltar, der dem hl. Bischof Severus gewidmet war. Dieser Altar wurde 1525 vom Maler Vincentius Cibiniensis im Auftrag der Heltauer Wollweber-Zunft angefertigt. Er zeigte Szenen aus dem Leben des hl. Severus. Leider ist von diesem Ursprungsaltar heute nur noch die bemalte Predella (Sockelstück) erhalten, die im Brukenthal-Museum Hermannstadt ausgestellt wird. Der restliche Altaraufsatz ging vermutlich während der Wirren der Reformation oder später verloren; Ende des 19 Jh. wurde stattdessen ein schlichter neugotischer Altar in der Kirche aufgestellt.